DB: Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (MDSZ)

Wahrnehmung der Kriegsgewalt in Selbstzeugnissen

Die Thüringer Universitäts- und Landesbiblikothek Jena stellt in einem Projekt erstmals editierte Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zur Verfügung: das „Chronicon Thuringiae“ des Schwarzburg-Sondershausischen Hofrats Volkmar Happe, die Chronik des Erfurter Blaufärbermeisters Hans Krafft, das „Diarium Actorum“ des Erfurter Domherrn und Professors der Theologie Caspar Heinrich Marx und die „Anmerkungen… einiger von 1620 an sich ereigneter Begebenheiten“ des Rudolstädter Kriegskommissars, Steuereinnehmer und Landrichters Michael Heubel.
Die Texte stammen alle aus der Region um Erfurt. Dies ist besonders interessant, da Erfurt als als Durchzugs-, Aufmarsch- und Aufenthaltsgebiet von Armeen und Truppenteilen ein Zentrum des Kriegsgeschehens darstellte.
Als „Bausteine einer noch nicht geschriebenen Erfahrungs- und Alltagsgeschichte des Dreißigjährigen Krieges“ sind sie wichtige Zeugnisse für den Umgang mit Gewalt und Krieg im 17. Jahrhundert.
Insgesamt wurden 2636 Seiten editiert.

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Dezember 25, 2011 @ 12:46